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Description
Franklinia alatamahaFranklinia alatamaha, bekannt als Franklinie oder Altamaha Teebaum, ist eines der faszinierendsten Ziergehlze Nordamerikas. Die Pflanze wurde 1765 von dem Naturforscher John Bartram und seinem Sohn William Bartram am Ufer des Altamaha River im US Bundesstaat Georgia entdeckt und nach dem Freund der Familie, Benjamin Franklin, benannt. Botanisch gehrt sie zur Familie der Teegewchse (Theaceae) und ist eng verwandt mit Camellia (Kamelie) und Stewartia.
Franklinia alatamaha, bekannt als Franklinie oder Altamaha-Teebaum, ist eines der faszinierendsten Ziergehölze Nordamerikas. Die Pflanze wurde 1765 von dem Naturforscher John Bartram und seinem Sohn William Bartram am Ufer des Altamaha River im US-Bundesstaat Georgia entdeckt und nach dem Freund der Familie, Benjamin Franklin, benannt. Botanisch gehört sie zur Familie der Teegewächse (Theaceae) und ist eng verwandt mit Camellia (Kamelie) und Stewartia.
In der freien Natur ist die Franklinie seit dem frühen 19. Jahrhundert ausgestorben – alle heute existierenden Exemplare stammen von den ursprünglichen Pflanzen der Bartrams ab, die in ihrer Gärtnerei in Philadelphia kultiviert wurden. Damit zählt sie zu den frühesten Beispielen einer Pflanze, die ausschließlich durch Kultur erhalten geblieben ist – ein lebendes Relikt der amerikanischen Botanikgeschichte.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
In mitteleuropäischen Gärten wächst die Franklinie als sommergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht meist Höhen von 3 bis 5 Metern. In der Jugend ist der Wuchs schlank aufrecht, später breiter und leicht ausladend. Das Laub ist lanzettlich bis elliptisch, glänzend frischgrün und erinnert in Form und Struktur an die Blätter der Kamelie. Im Herbst färbt es sich in leuchtenden Tönen von Scharlachrot über Orange bis Purpur – eine der schönsten Herbstfärbungen unter den Ziergehölzen.
Die Blütezeit liegt ungewöhnlich spät – von Ende August bis in den Oktober. Dann öffnen sich große, becherförmige, schneeweiße Blüten mit goldgelbem Staubgefäßkranz, die 7–8 cm Durchmesser erreichen und stark an Kamelien erinnern. Ihr leichter, angenehmer Duft und die späte Blütezeit verleihen der Pflanze einen besonderen Reiz. Nach der Blüte bilden sich holzige, runde Kapselfrüchte, die erst im folgenden Jahr aufbrechen und ihre Samen freigeben.
Besonderheit / Verwendung in der Heimat / Kulturgeschichte
Franklinia alatamaha besitzt eine bemerkenswerte Geschichte: Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts war sie in der Wildnis verschwunden – vermutlich aufgrund von Lebensraumverlust und Pilzkrankheiten. William Bartram sicherte jedoch Samen und kultivierte sie erfolgreich in seiner Baumschule. Alle heute weltweit vorkommenden Pflanzen stammen von diesen Exemplaren ab, wodurch die Franklinie eine der wenigen Pflanzen ist, die ausschließlich durch menschliche Pflege überlebt hat.
Sie gilt als Symbol für botanische Entdeckung, Bewahrung und Schönheit – und wird in den USA bis heute mit der Aufklärung und der wissenschaftlichen Leidenschaft der Bartram-Familie verbunden.
Standort & Pflege
Die Franklinie bevorzugt geschützte, warme Lagen und Bodenbedingungen ähnlich wie Rhododendren: humos, leicht sauer, gleichmäßig feucht, aber gut drainiert. Sie reagiert empfindlich auf Kalk und Staunässe, ebenso auf längere Trockenperioden. Ideal ist eine Pflanzung an windgeschützten Standorten, etwa vor einer Hauswand oder im lichten Schatten größerer Gehölze. Eine Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchtigkeit konstant zu halten.
Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, sollte aber, wenn nötig, nur leicht und direkt nach der Blüte erfolgen.
Klimatische Aspekte
Franklinia alatamaha ist winterhart bis etwa –20 °C (Winterhärtezone 6–7), zeigt sich aber empfindlich gegenüber Spätfrösten, insbesondere im Austrieb. In raueren Regionen empfiehlt sich ein leichter Winterschutz aus Laub oder Reisig. Ihre Vorliebe für warme Sommer und kühle, frostfreie Winter macht sie zu einer idealen Pflanze für geschützte, milde Gartenlagen.
Praxistipp
Eine außergewöhnliche Wahl für Sammler und Liebhaber seltener Gehölze. Ideal als Solitär im Moor- oder Rhododendronbeet, wo sie durch ihre späte, duftende Blüte und die spektakuläre Herbstfärbung besticht. Pflanzung möglichst im Frühjahr, damit sie vor dem ersten Winter gut einwurzeln kann. Regelmäßige Feuchtigkeit, ein geschützter Standort und leicht saurer Boden sind entscheidend für langfristigen Erfolg.
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